Gisela Hörnig mit Ehrenamtspreis ausgezeichnet

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken im Hospiz-Haus Celle wurde Gisela Hörnig mit dem Ehrenamtspreis des Arbeitskreises Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Landkreis Celle ausgezeichnet. Mit dem jährlich vergebenen Preis sollen Frauen, die – von der Öffentlichkeit meist unbemerkt – viel Gutes für die Gesellschaft tun, sichtbar gemacht und ihre Leistungen gewürdigt werden. Neben vielen Wegbegleitern aus Giselas aktiver Zeit in der Hospiz-Bewegung und im Hospiz-Haus hatten sich zur Feierstunde in der Buchhandlung Decius auch Niedersachsens ehemalige Sozialministerin Cornelia Rundt und die Celler Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann eingefunden.

Anteilnahme, Fürsorge und Wertschätzung

Als „Ehrenamtliche der ersten Stunde“ hat Gisela Hörnig im Hospiz seit der Eröffnung im Sommer 2005 zwölf Jahre lang vielfältigste Aufgaben übernommen und dabei die Leit-Ideen des Hospiz-Hauses auf besondere Weise mit Leben gefüllt, wie Hospizleiterin Marlies Wegner in ihrer Laudatio ausführte: „Sie kam ins Hospiz und brachte als Geschenk Zeit und sich selbst mit. Sie war bereit, dieses Geschenk immer da zur Verfügung zu stellen, wo es gerade gebraucht wurde. Ihre gelebte Bescheidenheit hierbei erfüllt mich bis heute mit Hochachtung“, dankte Marlies Wegner der 83-Jährigen. Anteilnahme, Fürsorge und Wertschätzung für das Gegenüber: Gisela Hörnig drücke mit ihrem Wesen eine hospizliche Haltung aus, von der die Gesellschaft viel lernen könne. „Dabei sollten wir Hospiz nicht nur auf die letzte Lebensphase beziehen, sondern generell zu einem gesellschaftlichen Anliegen machen“, schloss Marlies Wegner ihre Laudatio. Die Geehrte bedankte sich auf ihre Weise: „Ich habe zu danken! Ohne das Team wäre ich nichts, mit dem Team bin ich alles.“

Ein besonderes Ehrenamt

Cornelia Rundt unterstrich in ihrem Redebeitrag noch einmal den gesellschaftlichen Wert des Ehrenamtes an sich und die Leistungen der ehrenamtlichen Sterbebegleiter im Besonderen. Zugleich mahnte sie an, dass ehrenamtliches Engagement niemals dazu führen dürfe, dass sich der Staat aus seinen sozialen Aufgaben zurückzieht. Kirsten Lühmann wies auf eine positive Entwicklung auch auf Bundesebene hin: so habe nach Jahrzehnten der Tabuisierung von Tod und Sterben das Thema Hospiz schon zweimal hintereinander Eingang in Koalitionsverhandlungen gefunden. Abschließend würdigte sie noch einmal die erfolgreiche Arbeit der Frauen vor Ort, die die Hospizarbeit in Celle einst so erfolgreich auf den Weg gebracht haben.