Austausch bei Kaffee und Kuchen
Nicht nur der Tod eines geliebten Menschen ist einschneidend, die Trauer um ihn ist es ebenso: Die meisten Trauernden erleben in ihrem persönlichen Umfeld wenig Verständnis dafür, wie es ihnen wirklich geht. Die Erwartung ist hoch, dass man die Trauer bald „unter die Füße bekommt“. Wenn dem nicht so ist, sind Gespräche schwierig.
„Hier in der Gruppe muss man sich nicht erklären oder rechtfertigen, dass man immer noch nicht mit dem Tod des Partners zurechtkommt“, sagt ein Besucher unseres Kaffee-und-Kuchen-Angebots. „Manchmal habe ich schlagartig keinen Antrieb mehr, als hätte mir jemand den Stecker gezogen.“ Verstehen könne das nur jemand, dem es ebenso geht – darin sind sich die Teilnehmer einig. Denn nur, wer selbst auch einen geliebten Menschen verloren hat, weiß, wie unvermittelt die Trauer von einem Moment auf den anderen buchstäblich „zuschlagen“ kann.
Man frage sich immer, ob man es allein schafft, berichtet Herr R.: „Durch die Angebote des ambulanten Hospizdienstes habe ich gemerkt, dass ich es nicht allein schaffen muss. Das hilft.“ Zudem schätzt er die Struktur, die die verschiedenen Treffen in seinen Alltag bringen: „Ich gehe gern in die Gruppen, sei es zum Gespräch, zum Spaziergang oder zum Kaffeetrinken, und bin dankbar für die Termine in meinem Kalender.“ So komme er raus aus dem Wohnraum, in dem er jetzt allein lebt und aber alles an die gemeinsame Zeit erinnert.
Eine andere Trauernde sagt, in der Gruppe falle es ihr leichter, wieder zu lachen, „ohne mich gleichzeitig dafür schuldig zu fühlen, dass ich fröhlich bin“.
Unsere verschiedenen Angebote stehen allen Trauernden offen – egal, wie lange der Verlust zurückliegt. Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf und schauen vorbei per Mail an trauer@hospiz-celle.de oder telefonisch unter 05141-219 9006.


