Hospiz- und Palliativtagung: Zugehörige im Fokus

„Was brauchen die, die weiterleben?“, hieß es im Februar bei den Hospiz- und Palliativtagen in Springe. Miriam Buchholz und Martina Urso waren dabei und kamen inspiriert zurück.

Die beiden wurden wieder neu daran erinnert, dass die Zugehörigen unsere Unterstützung ebenso benötigen wie der Gast selbst. „Oft haben die Zugehörigen den Sterbenden schon vor dessen Einzug ins Hospiz durch deren schwere Erkrankung begleitet“, erzählen Miriam und Martina, „und sind emotional herausgefordert.“ Hilfreich fanden sie in dem Zusammenhang die besprochenen Fragen, was Hospize leisten können, wie sich Angehörige in den Hospizalltag einbinden lassen und welche Rituale hilfreich sind – auch für die Zeit „danach“. Wie gut, dass die ehrenamtlich Mitarbeitenden vom ambulanten Hospiz viele Angehörige in ihrer Trauer begleiten!

Sehr praktisch inspiriert wurden Miriam und Martina auch durch den Austausch mit Mitarbeitenden anderer Hospize: „Seit dieser Fortbildung haben wir für jedes Gastzimmer einen speziellen Kleiderbügel für „den letzten Weg“ kreiert, der individuell bestückt werden kann.“ Dieser Kleiderbügel kann für Angehörige eine Brücke sein: hinein ins Gespräch mit dem Sterbenden über das, was schwer zu besprochen, aber unvermeidlich ist.

Was unterm Strich bleibt: Es tut gut, manchmal über den Tellerrand zu schauen und Anregungen für unseren Hospizalltag zu bekommen.