Aromapflege im Hospiz – zum Beispiel für die Haut

In einem Schrank stehen sie, etwa 30 Aromapflege-Öle, mit denen wir unseren Gästen etwas Gutes tun können: wenn gewünscht und wenn keine Allergien vorliegen. Die vielfältigen Anwendungsbereiche begeistern Pflegefachkraft Sandra Jacobij, unsere Aromapflege-Expertin, die sich regelmäßig fortbildet: „Es gibt so viele verschiedene Wirkungen, das fasziniert mich. Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, umso mehr sehe ich, was möglich ist.“

Einige Ölmischungen kommen beispielsweise in der Hautpflege zur Anwendung. Die richtige Auswahl erfolgt nach Bedarf: pflegend, feuchtigkeitsspendend, wärmend, antibakteriell oder schmerzlindernd und einige mehr. Bei Gästen, die offen sind für Aromapflege, arbeiten wir gern prophylaktisch und informieren frühzeitig. Durch solch ein Gespräch lässt sich manchmal leichter ansprechen, was während der Zeit im Hospiz auf den betroffenen Gast zukommen kann. „Wir müssen nicht warten, bis die Haut durch das zunehmende Liegen Probleme bekommt“, erklärt Sandra Jacobij. Und je nachdem, wie sich das Hautbild entwickelt, passt sie die Ölmischung im Laufe der Zeit entsprechend an.

Dabei arbeitet Sandra Jacobij individuell sehr verschieden – tonangebend sind unsere Gäste, ihre Vorlieben und Bedürfnisse: Dem einen reicht der Duft im Zimmer, der nächste möchte das Öl auf der Haut spüren. Auch Fuß- und Handbäder sind möglich oder sogar eine Massage. Aber letztlich profitiert nicht nur die Haut von den Anwendungen. In den Rückmeldungen sind sich Gäste und Personal einig: Die zusätzliche persönliche und individuelle Betreuung im Rahmen der Aromapflege schafft Nähe und Vertrauen.