Zeit zum Austausch: Supervision
Wann wir uns bei der Arbeit am lebendigsten fühlen, fragt unser Supervisor Justus Schaaf. Jeder von uns erzählt etwas anderes und beschreibt doch dasselbe: besondere Momente mit Menschen, die wir begleiten. Ein letzter Weihnachtsmarktbesuch, ein Sekt in der Nachtschicht, der Blumenstrauß eines Angehörigen anlässlich des ersten Todestages eines Hospizgastes.
Danach tauschen wir uns aus über die Momente, die Spannungen erzeugen, weil wir als Mitarbeitende unterschiedlich umgehen mit Anfragen von Gästen. Das eine ist nicht richtig, das andere nicht falsch. Wie weit lassen wir sie zu, die Selbstbestimmung des Gastes, selbst wenn sie unserer fachlichen Expertise widerspricht? Bei allem Handlungsspielraum wird unsere erste Priorität deutlich: Die Gäste und deren Angehörige sollen sich willkommen, wohl und sicher fühlen. Manches lässt sich nicht im Vorfeld und pauschal regeln; Mitarbeitende entscheiden manchmal spontan und individuell – je nach den ebenso individuellen Bedürfnissen unserer Gäste. Wir müssen einander vertrauen und klar und transparent kommunizieren, warum wir was und wie tun. Das Gespräch darüber – ohne Arbeitsdruck und mit kompetenter Begleitung – tut gut. Danke Justus für Supervision!



